Raketen-Beetle mit Straßenzulassung!
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Spektakuläres aus den USA! Der Amerikaner Ron Patrick steht auf den New Beetle und viel PS. Aber mit Chiptuning und ein paar dicken Rädern wollte er seinen Beetle nicht verunstalten. Stattdessen nahm er einfach eine 1350 PS leistende Jet-Turbine und pflanzte das Aggregat sauber in den Kofferraum. Spritztouren sind aber nicht auf Startbahnen oder Dragster-Strips beschränkt. Weil der Originalmotor noch drin ist und alle Abgasnormen erfüllt, darf Ron auch auf den Highways fahren!
Hier noch ein paar Details zum Umbau: Als erstes wurde das Loch für die Rakete geschnitten. Das war eine Herausforderung, weil durch eine Stoßstange und zwei Metallschichten ein perfekter Kreis auf eine angewinkelte Fläche geschnitten werden musste. Der normale Motor treibt die Vorderräder an, die Rakete kann während der Fahrt zugeschaltet werden.
Drei Anzeigen (Drehzahl, Öldruck und Turbinen-Einlass-Temperatur) geben über den Motorzustand Auskunft. Am wichtigsten ist die Turbinen-Einlass-Temperatur. Bei über 650 Grad geht auf Dauer der Motor kaputt. Der Gashebel hat drei Stellungen: Cool, Big-Fire und Afterburner. “Cool” magert den Motor ab und verhindert so den Hitzekollaps beim ungewünschten Heißstart. Um “Big-Fire” oder gar den “Afterburner” zu aktivieren, drückt man den Hebel und einen Hot-Streak-Knopf auf dem Boden.
Verstellbare Federn auf Serienhöhe halten den Beetle stabil. Das Kerosin wird in einem maßgefertigten, kevlarverstärkten 50 Liter-Tank in der Reserveradauspatung gelagert. Bei der Turbine handelt es sich um ein General Electric Modell T58-8F. Diese Turbine stammt aus einem Hubschrauber und wurde mit internen Modifikationen sowie spezieller Abgasanlage auf Rakete umgebaut.
Der Motor dreht bis zu 26.000 Umdrehungen (Leerlauf 13.000 Umdrehungen) und leistet 1350 PS. Da sich die Turbine bei Hitze ausdehnt, müssen die Motorlager elastisch sein. Mittels eines 24V-Anlassers, dem 20 Sekunden lang 700 A Strom zugeführt werden, wird der Motor gestartet. Mehr als drei Starts pro Stunden sind aufgrund von Überhitzung nicht drin. Der Feuerball im Bild ist etwa 1/20 so groß wie das maximal Mögliche!
Oft haben die Polizisten ihn schon angehalten, leider gibt es in der amerikanischen Straßenverkehrsordnung keine Verordnung über solche Fahrzeuge, daher auch keine Grundlage für einen Strafzettel. Jetzt soll sogar entschieden werden, ob das Fahrzeug eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA darstellt, falls es den falschen Leuten in die Hände fällt.


